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L?nder, Geographie und Reisen - kaum etwas anderes ...
In dem Meeresbecken zwischen den Ostkanaren und Afrika haben
sich seit dem Übergang von Jura- zu Kreidezeit in ununterbrochener Folge
Sedimente abgelagert, die eine Dicke von 10 km erreichen. Diese Mächtigkeit der
Sedimentation im afrikanisch-kanarischen Becken und ihr Zurückreichen ins
Erdmittelalter macht denn auch die Annahme von weggebrochenen Landbrücken, die
man früher wegen der geringen absoluten Meerestiefen in diesem Bereich (max. 1.355
m) für denkbar hielt, völlig unhaltbar.
Auch die von Rothe 1964 als Eischalen eines straußartigen,
also flugunfähigen Vogels vorgestellten Fossilien aus miozänen Kalk-sedimenten
von der Nordküste Lanzarotes sind inzwischen von Zoologen einer ausgestorbenen
Meeresvogelart von Flügelspannweiten bis 6 m zugeordnet worden. So ist auch das
härteste Argument der Zoologen für einen Zusammenhang mit dem Kontinent
hinfällig geworden.
Die Kanaren sind damit in jeder Hinsicht als ozeanische
Inseln eingeordnet, die - abgesehen von Fuerteventura und Lanzarote, welche
durch eine Meeresstraße von nur 30 m Tiefe getrennt sind - jede auf einem
eigenen Sockel aufsitzen. Da dieser sich über einem Meeresboden von bis 3.000 m
Tiefe erhebt, ergibt sich daraus für das Gesamtmassiv der Insel Teneriffa eine
eindrucksvolle Höhe von 7.000 m.
Geologische Formen auf Teneriffa
Bei Teneriffa wird die Relation des über den Meeresspiegel
ragen-den Teils zum Gesamtvolumen des Inselkörpers mit seinem unter-meerischen
Sockel auf 8,5% angesetzt. Obwohl dies wenig erscheinen mag, ist Teneriffa
damit diejenige Insel des Archipels, die den höchsten obermeerischen
Volumenanteil hat. Das bedeutet, daß hier der vulkanische Aufbau in etwa seine
volle Entfaltung erreicht hat, während die Westinseln (El Hierro, La Palma)
noch im Wachsen sind, die östlich gelegenen sowie Gomera dagegen schon wieder
weitgehend abgetragen. Ebenso weist Teneriffa auch die höchste Erhebung des
Archipels auf. Der Teide ist mit 3.718 m eineinhalb mal so hoch wie der nächsthöchste
Berg der Kanaren, der Roque de los Muchachos auf La Palma.
Das Land
Im Rahmen des allgemeinen Entstehungsmodells der Kanaren
zeichnet sich speziell auf Teneriffa ein Strukturgefüge ab, das nur hier und in
El Hierro so augenfallig, in Fuerteventura noch erkennbar ist und auf den
anderen Inseln nur partiell durchschimmert: ein tektonisches Bruchsystem in
Form eines Ypsilon, dessen Arme in einem Winkel von ca. 120° zusammentreffen.
Die so entstandenen Schollenbruchstücke wurden wie einzelne
Keile unterschiedlich hoch gehoben und bildeten die Sockel, auf denen dann
frühestens ab Mitte des Tertiärs (vor 30 bis 35 Mio Jahren) durch vulkanische
Prozesse die einzelnen Inseln aufgebaut wurden. Die obermeerisch entstandenen
Eruptivgesteine konnten nirgends auf den Kanaren auf mehr als 20 Mio Jahre
datiert werden. Von den Eruptionen aus dem alten Meeresboden mitgeförderte
Brocken von Sedimentgesteinen, die auf den Ostinseln gefunden wurden, deutete
man früher als Fest-landsgesteine und damit als Beweise für Aufsitzen dieser
Vulkaninseln auf kontinentalem Sockel. Von dieser Hypothese eines Zusammenhangs
der Ostinseln mit dem Kontinent ist man mit zunehmender Verfeinerung der
Methoden und Vertiefung der Einsicht in die Zusammenhänge immer mehr abgerückt.
Zu alledem hat sich mittlerweile durch genauere Messungen
heraus-gestellt, daß die afrikanische Scholle gerade in den letzten 25 Mio
Jahren, also in etwa dem Entstehungszeitraum der obermeerischen Teile der
Kanarischen Inseln, sich nicht mehr bewegt hat. Damit ist der wichtigste
Bedingungsfaktor für einen "Hot-Spot"-Archipel weggefallen. Die
Theorie des "Heißen Flecks" wird wegen dieser und anderer
Ein-wendungen heute von den maßgeblichen Geologen für die Kanaren nicht mehr in
Betracht gezogen.
Das heute in Fachkreisen breiteste Akzeptanz findende und
auf dem jüngsten Kongreß zum kanarischen Vulkanismus (1989) vertretene Modell
erklärt die Entstehung der Inseln folgendermaßen: Der Ozeanboden, der nach
paläomagnetischen Messungen im Bereich der Kanaren zwischen 150 und 180 Mio
Jahre alt ist, also aus den frühesten Etappen der Öffnung des Atlantik stammt,
zerbrach in dieser Stauzone vor der afrikanischen Küste durch tektonische
Schubkräfte, die einerseits von der Ausdehnung des Atlantikbodens vom mittelatlantischen
Rücken her ausgehen und andererseits auf dem auch für Atlas- und Alpenfaltung
verantwortlichen Zusammenstoß der afrikanischen mit der eurasischen Platte und
der dadurch erzwungenen J.inksdrehung der afrikanischen Platte resultieren.
Die so entstandenen Schollenbruchstücke wurden wie einzelne
Keile unterschiedlich hoch gehoben und bildeten die Sockel, auf denen dann
frühestens ab Mitte des Tertiärs (vor 30 bis 35 Mio Jahren) durch vulkanische
Prozesse die einzelnen Inseln aufgebaut wurden. Die obermeerisch entstandenen
Eruptivgesteine konnten nirgends auf den Kanaren auf mehr als 20 Mio Jahre
datiert werden. Von den Eruptionen aus dem alten Meeresboden mitgeförderte
Brocken von Sedimentgesteinen, die auf den Ostinseln gefunden wurden, deutete
man früher als Fest-landsgesteine und damit als Beweise für Aufsitzen dieser
Vulkaninseln auf kontinentalem Sockel. Von dieser Hypothese eines Zusammenhangs
der Ostinseln mit dem Kontinent ist man mit zunehmender Verfeinerung der
Methoden und Vertiefung der Einsicht in die Zusammenhänge immer mehr abgerückt.
Als die ersten seismischen und paläomagnetischen Messungen
im kanarischen Raum ein Abtauchen des durch höhere Dichte unterscheidbaren
Erdmantels unter den Kanaren von West nach Ost erbrachten, Zu alledem hat sich
mittlerweile durch genauere Messungen heraus-gestellt, daß die afrikanische
Scholle gerade in den letzten 25 Mio Jahren, also in etwa dem
Entstehungszeitraum der obermeerischen Teile der Kanarischen Inseln, sich nicht
mehr bewegt hat. Damit ist der wichtigste Bedingungsfaktor für einen
"Hot-Spot"-Archipel weggefallen. Die Theorie des "Heißen
Flecks" wird wegen dieser und anderer Ein-wendungen heute von den
maßgeblichen Geologen für die Kanaren nicht mehr in Betracht gezogen.
Das heute in Fachkreisen breiteste Akzeptanz findende und
auf dem jüngsten Kongreß zum kanarischen Vulkanismus (1989) vertretene Modell
erklärt die Entstehung der Inseln folgendermaßen: Der Ozeanboden, der nach
paläomagnetischen Messungen im Bereich der Kanaren zwischen 150 und 180 Mio
Jahre alt ist, also aus den frühesten Etappen der Öffnung des Atlantik stammt,
zerbrach in dieser Stauzone vor der afrikanischen Küste durch tektonische
Schubkräfte, die einerseits von der Ausdehnung des Atlantikbodens vom
mittelatlantischen Rücken her ausgehen und andererseits auf dem auch für Atlas-
und Alpenfaltung verantwortlichen Zusammenstoß der afrikanischen mit der
eurasischen Platte und der dadurch erzwungenen Linksdrehung der afrikanischen
Platte resultieren.
Tivoli ist wohl der bekannteste Vergnügungspark der Welt. Täglich passieren rund 35 000 Besucher seinen Eingang.
Das Rathaus, erbaut 1892-1905, ist der italienischen
Renaissance nachempfunden. Von seinem Turm hat man einen
herrlichen Blick über die Stadt.
Schloß Christiansborg,
wie es sich heute darstellt, ist bereits der sechste Bau an
gleicher Stelle. Es dient als Sitz des dänischen Parlaments und
verschiedener Ministerien. Ein besonders schöner Renaissancebau
ist auch die Börse. Sie
wurde 1619 bis 1646 erbaut. Schloß Amalienburg, erbaut 1749-60, ist die Residenz
der Königin.
Natürlich muß man die kleine Meerjungfrau gesehen haben. Die weltberühmte Statue
und Wahrzeichen der Stadt findet man an der Longelinie. Dort posiert sie auf einem Felsen direkt vor dem Ufer; sie stellt eine Fee aus einem der
beliebtesten Märchen von Andersen
dar.
Die
Museen der Stadt, die meist aus Zeitmangel zu kurz kommen und
daher einem späteren Besuch vorbehalten bleiben, sind von
höchstem Rang. Die Glyptothek enthält eine einzigartige Sammlung
von Altertumskunstwerken. Sehenswert sind ferner das Nationalmuseum mit Heimatmuseum und Völkerkundesammlung,
das ThormaldsenMuseum
und das Staatliche
das nach Umbau und Modernisierung die führende
Kunstsammlung enthält.
Falls
im Rahmen der Kreuzfahrt ein ganzer Tag oder gar anderthalb
Tage Aufenthalt vorgesehen sind, sollten Sie unbedingt einmal in einem der
hübschen Restaurants essen. Das „ Smörrebrod"
ist unübertroffen, Scholle und
Heilbutt-Filet sind nirgendwo so gut
wie hier; gebratener Aal ist eine
dänische Spezialität. Dazu das gute
Tuborg-Bier, das in Kopenhagen gebraut
wird, und zur besseren Verdauung einen Original „Aalborger Jubiläums-Aquavit".
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